Produktions- und Liefernetzwerke

Erschließung des Potentials der Logistikdienstleistungsnetzwerke sowie des Sekundärrohstoffsektors zur Erhöhung der Resilienz von Produktionsnetzwerken

Der Betrieb von Liefer- und Produktionsnetzwerken erfordert auch schon im Normalmodus ein erhebliches Maß an “Bricolage”, da Einschränkungen und Ausfälle an der Tagesordnung sind. Es fehlen jedoch dafür Resilienzindikatoren, mit denen ein Netzwerk hinsichtlich ihrer erforderlichen Robustheit bewertet und insbesondere optimiert werden kann. Standardisierte Gestaltungs- und Reorganisationskonzepte in Form von parametrisierbaren Referenzmodellen würden gerade den hochvernetzten Unternehmen in Deutschland helfen, die Liefer- und Handlungsfähigkeit in Krisen sicherzustellen.

Logistik-Services für resiliente Produktionen

Menschzentrierte, smarte und nachhaltige Logistikservices für die resiliente Produktion in Industrie 5.0

Für 3 Ebenen werden Logistikservices entwickelt, die seitens der Logistikdienstleister für produzierenden Unternehmen angeboten werden, um die Resilienz der Produktion zu erhöhen. Wesentliche Elemente sind die Fähigkeit zur Anpassung und Kollaboration mit entsprechender Qualifikation von Personal und KI-basierter Entscheidungsunterstützung.​

Die Services werden für drei Handlungs- und Gestaltungsebenen der Logistik entwickelt. Damit können unterschiedliche Unternehmen und Branchen im Rahmen von Workshops angesprochen werden. Ziel der Workshops ist, Logistikunternehmen als Anbieter dieser Services aufzubauen und Produktionsunternehmen als Nutzer dieser Services zu gewinnen.​

A - Makro-Resilienz: Resiliente Standortstrukturen (IML)

  • Kompensation des Ausfalls von Einzelstandorten, Anpassung räumlich verteilter Produktionsstrukturen

B - Meso-Resilienz: Resiliente agile Intralogistik (IFF)

  • Schutzzaunlose dynamische Kommissionierung im Mischverkehr (Mensch, Gabelstapler, FTS) für Ramp Up / Normalbetrieb / Störung, KI-unterstützte Safety

C - Mikro-Resilienz: Resilienzorientierter Personaleinsatz als Dienstleistung (IFF, IML)

  • Kooperation OEM-Mitarbeiter / Logistikdienstleister, Personalqualifizierung, Kollaboration von Logistik- und Produktionsexperten, IT-Unterstützung und Arbeitsmittel

Der hier abgebildete Resilienzzyklus findet auf unterschiedlichen Resilienz-Ebenen Berücksichtigung.

© Lina Holz
Unsere Lösungsansätze erstecken sich über den gesamten Resilienzzyklus: (1) Vorbereitet sein (2) Erfassen (3) Erkennen, messen, bewerten (4) Resilient gestalten (5) Entscheiden und handeln
Klaus  Richter

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Hon.-Prof. Dr.-Ing. Klaus Richter

Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF
Sandtorstr. 22
39106 Magdeburg, Deutschland

Weitere Themenfelder der Resilienten Wertschöpfung